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Wieviel Sicherheit ist in der Jugendhilfe notwendig?

Ich bin davon überzeugt, dass das Thema gerade für Deutschland ein wichtiges Thema ist, auch wenn ich nicht mehr dort wohne.  Die Menschen wollen Sicherheit. Sie haben viele Ängste. Alles muss abgesichert sein mit Versicherungen, jeder will eine Versicherung, Ehen werden mit Eheverträgen abgesichert… alles geht um das Thema Sicherheit. Sicherheit geht immer vor. Viele arbeiten in Jobs die sie zwar nicht glücklich machen, aber die sihcer sind. Ich sehe hier zu Spanien den Unterschied, dass es hier nicht so sehr um Sicherheit geht. Es wird hier nicht alles abgesichert. Zum großen Teil wird wenig abgesichert. Man geht nicht immer vom Schlimmsten aus, man lässt sihc ein bisschen mehr vom Thema tragen. Und auch in der Jugendhilfe geht es viel um das Thema Sicherheit. Was dürfen sie, was nicht? Es wird alles auf Papier abgesichert mit Verträgen. Alles muss dokumentiert werden. Ich finde, manchmal ist man mehr damit beschäftigt zu dokumentieren, als mit den Jugendlichen zu arbeiten. Für alles hat man 5 Listen. Zum Teil wird doppelt und dreifach dokumentiert. Ich hab mir oft in der Arbeit gedacht, wäre es nicht sinnvoller diese Zeit mit den Jugendlichen zu nutzen? Überall steht Sciherheit dahinter. Für den Fall dass… muss alles abgesichert sein. Ich finde das gilt es zu überdenken.

Warum Vertrauen in der Jugendhilfe wichtig ist

Ich möchte ganz am Anfang beginnen und zwar mit dem ersten Vertrauen das wir haben, dem Urvertrauen. Mit diesem Vertrauen kommen wir schon auf die Welt. Wir haben es also schon im Mutterleib. Wir müssen es uns erarbeiten. Wir bekommen es von Anfang an mit. Ihr könnt euch das so vorstellen: wenn das Baby im Bauch ist, hat es noch keine Ängste und Sorgen. Es ist alle gut. Es bekommt alles was es braucht, wird ernährt und schwimmt unbeschwert durch das Fruchtwasser. Es hat zunächst keine Ängste was passiert. Und auch wenn es auf die Welt kommt, hat das Baby bei der Geburt keine Ängste. Es denkt sich nicht: „ich bleib lieber hier, hier ist es sicherer. Ich weiß ja nicht was da draußen ist!“ Sondern es will auf die Welt kommen. Es geht voller Vertrauen in den Geburtskanal und in die Welt. Das Vertrauen kann allerdings schon im Bauch beeinträchtigt werden, wenn die Mutter schon vorher Ängste hat, sich Sorgen macht oder einfach negative Gefühle hat, weil es das Baby zum Beispiel gar nicht wollte. Die Ängste von der Mutter gehen auf das Kind über. Das Kind spürt und fühlt die Gefühle der Mutter. Daher kann das Urvertrauen erschüttert werden, wenn die Mutter negative Gefühle hat und ihm nicht das Gefühl von Sicherheit vermittelt.

Der Geheimtip meiner Arbeit

Neulich hatte ich wieder mal ein sehr typisches Gespräch, wenn es darum geht was ich beruflich mache. Es geht ja immer smalltalkmäßig los mit „und was machen Sie so beruflich?“. Wenn ich dann erzähle, dass ich mit Jugendlichen arbeite, die hier über ein Auslandsprojekt sind und ich etwas über die Problematiken berichte, wie Aggression, Gewalt etc. sieht man bereits an den Augen das sich ihnen eine Frage stellt: „der Zwerg? Wie soll das denn gehen?“. Oft kommt die Frage dann auch direkt hinterher. Nicht in dem Wortlaut, aber so ähnlich, nur etwas höflicher.

Let's go Team

Heute will ich über ein erstaunliches Phänomen schreiben: das Team bzw. die Teamfähigkeit von PädagogInnen (damit SozialpädagogInnen, ErzieherInnen etc. miteingeschlossen). Es erstaunt und erschreckt mich immer wieder wie unfähig wir PädagogInnen oft sind im Team zusammenzuarbeiten. Ich habe bisher in vielen Teams gearbeitet und sehe es leider immer wieder, dass Pädagoginnen oft mehr gegeneinander als miteinander arbeiten. Es wird gelästert, KollegInnen ausgespielt und Teamsitzungen werden dazu benutzt sich selbst darzustellen anstatt konstruktiv eine Lösung für die Jugendlichen zu finden. Das Heftigste was ich bisher erlebt habe, war eine Whatsapplästergruppe, in der dann über die anderen KollegInnen hergezogen wurde und noch schlimmer fiese Gerüchte in die Welt gesetzt wurden. Das ist wirklich die Krönung des „Gegeneinanderarbeitens“ und sollte so nicht vorkommen.

Sei du selbst!

Vor 2 Tagen bin ich zufällig auf ein Video gestoßen, dass mir seitdem nicht mehr aus dem Kopf geht. Eigentlich nichts Besonderes. Es handelte sich um eine Gesprächsrunde mit Gästen wie Sigmund Gabriel und Sido. Ich wollte es wegdrücken, aber dann kam Helge Schneider, der meine Aufmerksamkeit einfing. Nicht wegen der wahnsinnigen Inhalte seiner Worte. Und auch nicht wegen seiner unglaublichen Frisur. Sondern weil er einfach ist wie er ist.

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