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Wie wichtig ist Anekennung?

Heute möchte ich zuerst allen KollegInnen in der Kinder -und Jugendarbeit Anerkennung zollen. Es ist ein schwieriges Feld in dem wir arbeiten, vor allem psychisch sehr anspruchsvoll. Leider finden wir in unserer Arbeit sehr selten Anerkennung. Sie kommt weder vom Chef und meist auch nicht von den Kollegen. Eher herrscht eine Stimmung des Wettkampfs, "Wer macht die beste Arbeit, die besten Projekte etc."

Natürlich kann die Anerkennung auch nicht von den Jugendlichen kommen. Sie können nicht wirklich sehen und verstehen was wir tun. Meistens auch die Eltern nicht

Regeln für Jugendliche abschaffen

Zugegeben, der Titel klingt etwas provokant und es geht auch gar nicht darum, alle Regeln abzuschaffen. Aber was mir immer wieder aufgefallen ist, wenn Jugendliche zu uns in die Familie kamen war, dass sie ein regelrechtes Regelwerk in ihrem Kopf haben. Das ganze Leben ist ausgerichtet auf Regeln. Es ist alles festgelegt, wann was gemacht wird. Dies funktionert in einem Projekt, aber im wahren Leben eben nicht und schon gar nicht in einer Familie mit kleinen Kindern. Hier geht es oft darum flexibel zu sein und sich auf die jeweilige Situation einzulassen, umzustrukturieren und nicht zu vergessen auch das Leben zu genießen zwischen den ganzen Aufgaben und Erledigungen.

Was ist am Wichtigsten für die Jugendhilfe: Vergangenheit, Gegenward oder Zukunft?

In der Jugendhilfe beschäftigen wir uns ganz viel mit der Vergangenheit. Welche Geschichten haben die Jugendlichen? Wo kommen sie her? Was ist dort alles passiert? Was haben sie bisher erlebt? Die Berichte sind voll mit der Vergangenheit der Jugendlichen. Und das ist einerseits natürlich wichtig, denn sie bietet uns Erklärungen für bestimmte Verhaltensweisen, für ihre Gefühle, Gedanken. Warum sind sie so wie sie sind? Und warum verhalten sie sich so? Was ich in meiner Arbeit beobachtet habe ist, dass die Jugendlichen sich auch ganz viel mit ihrer Vergangenheit beschäftigen, aber nicht im Sinne von: „ich erkenne meine Vergangenheit an und akzeptiere sie!“ sondern eher als Ausrede, warum sie bestimmte Dinge nicht machen können. Oder als Begründung, warum es ihnen jetzt schlecht geht und sie leiden. Sie hängen sich an die alten Geschichten und sind daher nicht fähig bestimmte Sachen zu erledigen. Und das was da passiert ist, dass sie sich eine Geschichte über ihre Vergangenheit erzählen

Die 4 Perönlichkeitstypen

Der blaue Melancholiker oder die Eule analysiert gern und steht auf Zahlen und Fakten. Er ist auf jeden Fall ein Denker und kein Fühler und auf der passiven Seite anzusiedeln. Er weiß häufig alles besser, denn er informiert sich bis ins kleinste Detail und ist einer der wenigen, der das Kleingedruckte liest. Er wirkt manchmal etwas kühl, vor allem auf einen gelben Typen. Von ihm stammen Sätze wie: „Träume sind Schäume.“ und „Vertrauen ist gut, Kontrolle ist besser.“ Er hängt sich oft an Kleinigkeiten auf und verliert so den Blick fürs Ganze. Das was er macht, macht er aber perfekt. Er hält sich an dem fest was er hat und will alles richtig machen. Du kennst diesen Typen bestimmt aus deinem Kollegenkreis. In jedem Team sitzt einer, der alles ganz genau unter die Lupe nimmt und jeden Fehler findet. Die Message kann noch so toll sein, er findet sicher einen Versprecher und macht dich darauf aufmerksam.

Warum es gerade in der Jugendhilfe wichtig ist authentisch zu sein

Ich denke Authentizität ist gerade in der heutigen Zeit wahnsinnig wichtig. Gerade in der Zeit von Facebook, Youtube, Instagram etc. Es ist so bedeutsam, dass wir so authentisch wie möglich sind und nicht versuchen die Rolle des perfekten Sozialpädagogen, der perfekten Sozialpädagogin zu spielen, sondern auch mal zugeben, dass wir Fehler machen und nicht perfekt sind, damit die Jugendlichen, das für sich übernehmen können. Gerade bei Mädchen finde ich das sehr auffällig, dass man sich nur von der „perfekten“ Seite zeigt: man ist immer gestylt, immer toll geschminkt, hat die tollsten Klamotten etc. Es gibt natürlich keine Schwächen. Ich denke aber, dass das vor Instagram und Facebook auch so war. Als die Menschen früher sonntags in die Kirche gegangen sind, da wurde sich auch perfekt gekleidet und sich von der besten Seite gezeigt. So als wäre man perfekt und hätte das perfekte Leben und alles super im Griff.

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