Thursday, 2 April 2020 / Nicole / Warum du gerade jetzt in Corona-Zeit deine innere Ruhe bewahren solltest: 4 Tipps

Wir lebten in einer Gesellschaft, die wahnsinnig schnell war, und plötzlich ist alles gestoppt. Darum ist jetzt die Arbeit in einer Wohngruppe, mit vielen Jugendlichen, die den Stillstand nur schwer aushalten, besonders schwierig. Auch viele Eltern stehen vor Problemen. Sie fragen sich vielleicht, „Was macht man nun den ganzen Tag mit den Kindern, wie beschäftigt man sie?“
Vielen Kindern und Jugendlichen fällt es sehr schwer, sich mit sich selbst zu beschäftigen. Die ganze Gesellschaft ist eher darauf ausgerichtet, sich ständig ablenken und berieseln zu lassen. Wenn man nun täglich die ganze Zeit aufeinander hockt, sind Konflikte und Reibereien vorprogrammiert.
Da ist es dann besonders schwer, selbst die innere Ruhe zu bewahren. Allerdings ist es gerade in dieser Situation sehr wichtig, sein Gleichgewicht zu halten. Denn wenn die Betreuer auch noch die Nerven verlieren, kann nichts Gutes dabei heraus kommen. Der Stress überträgt sich, die Jugendlichen spiegeln dich und die Krise wird verstärkt.
Ruhig zu bleiben ist also für alle Beteiligten nicht leicht und wir kommen an unsere Grenzen. Ganz sicher ist es nötig, dass wir uns mit unserem eigenen Inneren befassen, bevor wir in der Lage sind, die Jugendlichen zu motivieren. Dazu sollten wir uns fragen:Was sind denn meine Themen? Welche Träume habe ich verloren, oder welchen Träumen gehe ich nicht nach? Was sind meine Ängste? Wie geht es mir eigentlich? Lebe ich mein Leben, so wie ich es möchte?
Diese Dinge reflektiere ich natürlich nicht gerade, wenn ich im Dienst oder im Stress bin. Aber wenn ich zu Hause Ruhe habe, kann ich mir die Fragen stellen. Wie sieht es denn mit den 10Lebensbereichen aus?
Liebe, Partnerschaft, Sexualität: Bin ich da zufrieden? Habe ich was ich will, was ich brauche?
Möchte ich vielleicht etwas ändern? Gibt es gute Gespräche?
Fehlt mir der Mut?
Kreativität: Wie sieht es mit meiner Kreativität aus? Kann ich sie ausleben...

Berufliche Erfüllung: Bin ich mit meiner Arbeit zufrieden? Oder möchte ich mich
beruflich verändern?
Familie, Freundschaft: Kümmere ich mich genug um meine Lieben, meine Bedürfnisse
nach ehrlichen, harmonischen Beziehungen, gebe ich meine Zeit
und Energie, den richtigen Menschen und Dingen?
Fitness und Gesundheit: Ernähre ich mich richtig und achtsam? Wie ist es mit Bewegung,
Sport etc.?

Von dem Stellen und Beantworten dieser Fragen kann es mit abhängen, ob du es schaffst, in die innere Ruhe zu kommen. Dann kannst du Distanz zu den Problemen gewinnen, einen klaren Blick, Ausgeglichenheit und eine Gelassenheit, mit der du dann auch eher Andere motivieren kannst. Die Ausgeglichenheit zwischen Körper und Geist ist oft nicht leicht zu erreichen.
Es ist wieder eine gewisse Angst, die Probleme schafft. Gerade wenn es außen ruhig und still ist, haben wir oft einen „inneren Kritiker“ im Kopf, der keine Ruhe gibt. Er verbreitet eine negative Stimmung, sagt Dinge wie: Das schaffst du sowieso nicht, oder das kannst du nicht, du bist nicht gut genug....Das ist oft schwer auszuhalten oder auszuschalten. Aber es geht! Aktiv innere Ruhe suchen!
Zum Beispiel auch mit Hilfe meines Energie Programms. Schaut es euch an. Wegen der derzeitigen Situation, ist es Kostenlos, für die, die nicht bezahlen können. Jeder gibt, was er kann und möchte.
Es geht über 21 Tage. Täglich gibt es Anleitungen zu einer kurzen Meditation, Atemübungen oder auch Affirmationen. Es gibt auch jeden Tag ein kleines Video, zu unterschiedlichen Themen, Superfood, Lieder usw. Sicherlich kann das Programm dabei behilflich sein, eine Morgen Routine aufzubauen, bei der man Kraft tanken und Körper und Geist in Einklang bringen kann.
Nun zu den 4 Tipps:
1. Kontrolle abgeben: Delegieren lernen, Kontrolle abgeben, los lassen. Das ist oft gar nicht so einfach. Auch mir fällt es nicht immer leicht. Wir neigen dazu zu denken, dass alles auseinander bricht, wenn wir nicht alles kontrollieren. Aber wenn du es versuchst, wirst du feststellen, dass nichts schlimmes passiert, wenn du die Zügel mal lockerst.Und gerade jetzt, im Ausnahmezustand, muss nicht alles perfekt sein. Lieber sich auf das Wichtige konzentrieren. Da kannst du die nicht so wichtigen Sachen, den Jugendlichen auch mal selbst überlassen. Wenn dann das Zimmer nicht aufgeräumt ist, macht es vielleicht nicht so viel. Hauptsache die Stimmung wird nicht zu negativ und es kommt nicht zu Gewalttätigkeiten. Ich sage nicht, lass die Kids machen was sie wollen. Aber Bereiche abgeben, Vertrauen aufbauen...Man kann nicht alles kontrollieren. Es wird immer mal Konflikte geben. Aber je lockerer du bist, desto weniger wird es eskalieren.In einigen Bereichen die Jugendlichen mit einbinden und in die Verantwortung nehmen, kann sehr hilfreich sein. Denn das entspricht vielleicht dem Hunger nach Akzeptanz, Anerkennung und wahrer Nähe.
2. Körper und Geist in Einklang bringen: Hört sich immer ganz schön esoterisch an. Oder anders gefragt, was ist denn da so schwer? Ich weiß nicht genau, warum wir damit solche Probleme haben, aber es gibt Mittel und Wege, die hilfreich sind. Abgesehen von dem bereits erwähnten Energieprogramm, das ich für euch zusammengestellt habe, hat jeder Mensch seine Vorlieben. Meditieren ist sicher gut, oder Yoga, Sport, im Garten arbeiten, pflanzen und sähen, musizieren und dergleichen mehr.
Körper und Geist sind nicht getrennt und voneinander unabhängig. Sie beeinflussen sich gegenseitig. Studien belegen, dass Stress krank macht. Gerade jetzt haben viele Menschen Angst. Angst schwächt aber gerade das Immunsystem. Also genau, was wir jetzt nicht brauchen. Umgekehrt kann der Körper auch die Gefühle beeinflussen.
3. Akzeptanz üben: Ich möchte dazu ein Beispiel einer Übung geben.
Stellen wir uns vor, auf einer Wiese zu liegen und in den Himmel zu schauen. Unsere Gedanken wären eingehüllt, in kleine Wolken, die vorüber ziehen. Zwischen den einzelnen Wolken gibt es blaue Flecken, wo nur blauer Himmel ist. Wir lassen die Gedanken ziehen und versuchen die blauen Flecken zu vergrößern.Das „Nichts“ zu verlängern. Aber die Gedanken dürfen auch sein. Sie werden nicht verdrängt und verboten. Sie werden akzeptiert, aber dann weiter geschickt. Auch negative Emotionen werden nicht einfach unterdrückt. Sie dürfen sein, werden empfunden, gesehen und weitergeschickt. Es kann auch hilfreich sein, das Zimmer aufzuräumen, klare Strukturen schaffen, um zur Ruhe zu kommen. Gerade im Chaos einiger Jugendzimmer, habe ich manchmal das Gefühl, dass es ein Ausdruck der inneren Unruhe ist.
4.Soziale Kontakte unter die Lupe nehmen: Wenn du dabei bist, dir über dich Gedanken zu machen, solltest du auch deine sozialen Kontakte mal prüfen. Wer entzieht dir Energie, wer gibt dir Energie? Das heißt, wenn du dich mit Leuten triffst, fühlst du dich hinterher müde, ausgelaugt oder wütend und frustriert? Oder machen dir die Telefonate, Gespräche usw. gute Laune und Mut. Mach vielleicht eine Skala von -5 nach+5. Such dann verstärkt die Nähe von den Menschen, bei denen du dich geborgen und anerkannt fühlst und die dir Kraft geben. Frage dich beiden anderen, ob du diese Beziehungen wirklich willst. Das heißt nicht, dass du gleich wegrennen sollst, wenn ein Freund mal schlechte Laune hat. Du kannst dich auch fragen, warum diese Person die negativen Gefühle in dir auslöst. Manchmal spiegeln uns die Anderen auch und wir können daraus lernen. Was triggert die Person bei dir?
Aber gerade wenn es dir momentan nicht so gut geht, du dich sowieso schon schwach und nervös fühlst, solltest du die unangenehmen Kontakte runterschrauben.