Monday, 30 March 2020 / Nicole / In Corona-Zeiten den Umgang mit der Angst erlernen. Meine Gedanken dazu.

Es gibt 2 große Kräfte in dieser Welt, die Angst und die Liebe. Beide schließen einander aus. Wo die Angst ist, kann keine Liebe sein und umgekehrt. Tonnen von beruhigenden und angstlösenden Medikamenten (Tranquilizer) und Schlafmittel werden von Ärzten jährlich verordnet und von Betroffenen eingenommen. Dazu kommen noch die in einer großen Zahl auf dem freien Markt feilgebotenen Präparate. Sie sind der Gradmesser für den Angstpegel unserer Gesellschaft.

Die Angst hat viele Gesichter, und viele ihrer Gesichter lassen die Angst nicht erkennen. So lebt die Angst unerkannt unter uns und in uns. Wir haben inzwischen diese getarnten Angstäußerungen akzeptiert und in unsere gesellschaftliches Leben mit hereingenommen. Sie sind gesellschaftsfähig geworden. Es handelt sich hier – um keine Mißverständnisse aufkommen zu lassen – nicht um reale, wirkliche Ängste, wie sie jeder Mensch in gefährlichen Situationen unb bei eindeutiger Bedrohung mehr oder weniger stark erleben kann, zum Beispiel bei einer Brandkatastrophe, als Passagier auf einem sinkenden Schiff, während eines Gewitterfluges, in einem Lawinengebiet, bei Wetterkatastrophen, in unbekanntem Gelände, bei Verkehrsunfällen, Zusammentreffen mit wilden Tieren.

Es geht hier um die zahllosen verborgenen, ja unbewußten Ängste, die uns täglich begleiten, ohne daß wir es och wahrnehmen, und denen wir bei unseren Mitmenschen begegnen. Unser deutsches Wort „Angst“ leitet sich von dem lateinischen Wort „angustus“ ab, das „eng“ bedeutet. Alle Ängste, denen wir unbewußt ausgesetzt sind, die wir deshalb auch nicht begreifen und abstellen können, beengen uns im wahrsten Sinne in unserer Lebenserfahrung. Sie schränken uns in unserem Lebensgefühl ein.

Wir können hier nur einige Beispiele dieser verborgenen, getarnten Ängste und deren Ausgestaltung aufführen. Sie stehen stellvertretend für die Unzahl der Angstvarianten. Eine unübersehbare Zahl von Menschen versteckt sich täglich und ihr ganzes Leben lang hingebungsvoll hinter aufreibender Arbeit. Sie opfern sich scheinbar für andere auf, werden erfolgreich und berühmt. Sie sammeln rastlos enorme Reichtümer, und hinter dieser unersättlichen Rastlosigkeit, die bis zum Herzinfarkt geht, verbirgt sich in den meisten Fällen eine unbeschreibliche Angst vor dem Leben, vor der Nähe, vor echter Hingabe, vor Loslassen und dem Aufgeben jeglicher Kontrolle. Hinter dieser Angst steht die Angst vor dem Genießen, sich selbst etwas Gutes antun, eine Einstellung, die in unseren Breiten als nutzlos angesehen wird. – Diese Menschen können nur durch Leistung Bestätigung und Anerkennung erleben und erfahren, aber auch all das noch so geschäftige Tun und der Erfolg können ihren maßlosen Hunger und Durst nach wirklicher Fülle, Erfüllung und Beheimatetsein und Geborgenheit auf dieser Erde nicht stillen.

Wahllos können Beispiele der Angst aus unserem täglichen Leben herausgegriffen werden. Millionen Menschen verbringen wertvollste Stunden ihres Lebens vor dem Fernsehgerät und / oder dem Video-Rekoder, isoliert im Miteinander, weil sie sich unfähig fühlen, erfüllende und lohnende Beziehung zu anderen aufzunehmen. Begegnungen mit anderen können Angst machen. Wieviele haben Angst vor der Ablehnung und der Zurückweisung, wenn sie wirklich einmal den Mut hätten, ihre Bedürfnisse zu zeigen. Fernsehen täuscht Geselligkeit, Miteinander vor. Besorgt wie ein Alkoholiker, damit der Stoff nicht ausgeht, verproviantieren sich viele am Freitag mit Videokassetten für die große Leere des Wochenendes.

In den immer größeren Zahl sich ausbreitenden Spielhallen in den Städte mangels es nicht an Kundschaft. Unwirklich ist die Atmosphäre in den dämmrig beleuchteten, karg und seelenlos ausgestatteten Hallen bei flimmerndem Neonlicht und den unwirklich wirkenden Geräuschen der Maschinen, mit denen meist junge Menschen gegen Entgelt einen Dialog aufnehmen, bei dem sie der Verlierer sind. So mancher glaubt, dort wirklich etwa gewinnen zu können. Die Zwiesprache mit dem Leben macht Angst. Der Maschine gegenüber besteht außer dem Zahlen keine Verpflichtung.

>Aus jede Lebensgeschichte und bei der Begegnung in der Beratung bricht eine unbeschreibliche Not hervor, die schon unstillbare Sehnsucht, aus der Vereinsamung auszubrechen, und gipfelt oft in der Formulierung: „Wie oft möchte ich meinem Partner sagen, leg doch endlich die Zeitung weg, nimm mich in den Arm, halte mich und laß mich spüren, daß du noch da bist!“ – Die Zeitung, Zeitschrift, das Buch, werden vorgeschoben und behüten uns vor der schmerzhaften Entdeckung, daß wir Angst haben und unfähig sind, lebendige Beziehungen zum Partner und zu allem, was in unserem Leben Partner sein kann, aufzunehmen. Würden wir uns so nicht abschotten, käme uns die Sinnlosigkeit unseres Daseins zum Bewußtsein.

Da steckt oft hinter so manchem noch so schönen Hobby, hinter mancher noch so spannenden Liebhaberei und anreizendem Zeitvertreib – allein oder gemeinsam mit anderen unternommen – die versteckte Angst vor naher und echter Beziehung. Auch Vereinigungen von Gleichgesinnten, Vereine, Gesellschaften, Parteien und Glaubensgemeinschaften können nicht über die Angst vor Nähe und Begegnung hinwegtäuschen, vor der uns Statuten und Zielsetzungen schützen. Die Frage ist immer: Wieviel Angst vor Nähe, wieviel Angst vor Beziehung, wieviel Angst vor dem Leben und der Liebe kann ich mir leisten, um trotzdem noch ein Stück Leben täglich mitzubekommen?

Jährlich werden Unsummen an Kosmetika und viel Zeit zu ihrer Anwendung ausgegeben werden. Die verschiedenen Cremes, Lotion, Gesichtspackungen, Make-ups, die für viele im täglichen Leben schon unersetzlich geworden sind, trennen uns „schichtenweise“ vom anderen. So wie wir wirklich sind, glauben wir uns nicht mehr dem anderen präsentieren zu können. Unsere Haare, die uns nicht mehr entsprechen, ersetzen wir durch ein eindrucksvolleres Toupet. Wir legen künstliche Wimpern an, kleben uns künstliche Fingernägel auf. Uns stör unser charakteristischer, ganz individueller Körpergeruch. Wir verschwinden alle hinter einem von der Industrie gesteuerten, aus teuren Deodorants gespendeten Einheitsgeruch. Aus der inneren Angst heraus müssen wir auch draußen auf das eigene, für uns passende Abenteuer verzichten.

Wir zünden einladend verpackte „Räucherstäbchen“ an, stecken sie uns in den Mund, saugen gierig den Rauch in unsere Lungen und genießen durch das Gift ein Erfülltwerden, wie wir es uns von uns aus scheinbar nicht mehr erfahren können. Wir behaupten dabei, daß die Zigaretten, und was es auch immer sein mag, uns schmecken. Das Rauchen und alles, was damit verbunden ist, ein weltweit anerkanntes Zeremoniell, läßt uns die Angst vor der Leere nicht mehr empfinden. Wir würden uns ohne diese Instrumente, die wir fast wie Waffen gebrauchen, dem Leben, mit dem wir nur sehr unbeholfen umgehen können, ausgeliefert sein. – Die meisten Tabakreklamen werden eindrucksvoll durch bunte, überdimensional großformatige Bilder, die Szenen unbeschwerten Lebens, des Genießens in der Freiheit des Abenteuers darstellen. Nach einem solchen Fest sehnen wir uns alle.

Erst im Entzug wird uns dann vielleicht bewußt, wie wir jetzt hilflos, unvorbereitet und wenig motiviert dem Anruf des Lebens gegenüberstehen. Wenn wir geschickt sind, können wir z.B. auch den Rauchentzug mit all den fast unerträglichen, unangenehmen Empfindungen als Abwehr der Angst und unserer eigenen Unfähigkeit, in echte Beziehungen einzutreten, gebrauchen, wie wir es vorher mit dem Rauchen selbst getan haben.

Wenn das Unbehagen über unsere Lebenssituation an uns herankriecht und sich die Angst durch schmerzliches Unbehagen in unserm ganzen Körper breitmacht, dann wissen wir nicht mehr, daß dieses Unbehagen aus unsere Einsamkeit, unserer Isolation, aus dem Getrenntsein vom Leben entstanden ist. Wir wissen nicht mehr, daß hinter diesem Unbehagen unser Hunger nach Nähe und Liebe, nach Leben steckt. Das Brot, das unseren Hunger stillen könnte, wäre der liebende Nächste. Vor dem aber haben wir Angst. Dagegen ist aber inzwischen gut gesorgt. Die Pharmaindustrie, in Zusammenarbeit mit den Ärzten, bietet statt Brot Steine an, Kristalle, die zu Tabletten oder Dragees zusammengepreßt sind, bunt und verlockend. Und wenn diese chemischen Substanzen sich zwischen uns und unsere bedrohlich erlebte, angsterzeugende Realität legen, dann läßt das schmerzhaft erlebte Unbehagen nach, und wir behaupten dann sogar, daß uns die Präparate bekommen und guttun. Aber der Hunger nach Leben bleibt.

Alkohol und andere bewußtseinsverändernden Drogen, sei es legal von Ärzten verordnet oder illegal beschafft, stelle durch ihre Wirkung ein permanentes Versprechen dar. Solange wir dem Glauben anhängen, daß Dinge von außen etwas an unseren Unzulänglichkeiten im Leben ändern können, werden wir immer wieder diesen Versprechungen aufsitzen. Wir verleihen leblosen Stoffen übermenschliche Kräfte, aber nicht nur diesen, sondern auch Menschen, Autoritäten, Heilern, Gurus und deren Konzepten, Theorien und Methoden.

Jede Lebensangst, ganz gleich, wie sie sich uns darbietet, ist Ausdruck von Mangel, Leere und Sinnlosigkeit, Ausdruck des Hinausgeworfenseins in die Welt ohne die Verbindung, Rückverbindung (religio) zu der Quelle, aus der alles Leben gespeist wird. Hinter der Unzahl von Haltungen und Einstellungen, die von der Angst besetzt und gesteuert sind, verbirgt sich bei der Mehrzahl von Menschen eine Grunderfahrung, die sich ein-tönig in den Formulierungen äußert: „Ich fühle mich nicht ebenbürtig, ich bin nicht liebenswert. Ich bin ein Versager. Ich bin unfähig, am Leben teilzunehmen. Ich bin dem nicht gewachsen, was von mir erwartet und gefordert wird… Ich bin so, wie ich bin, nicht gut genug!“

In diesen Selbstgefühlen drückt sich das ängstliche Unbehagen oder die unbehagliche Angst aus, die viele Menschen besetzt hält. Sie lassen sich aber nichts anmerken und machen gute Miene zum bösen Spiel. In ihrer Erfahrung und ihrem Bewußtsein hat sich eines ganz tief eingegraben: Wenn ich jemals meine Angst zugebe, bin ich verlassen, verkauft und verloren. Also weiter mitmachen!

Sofern sich uns in unserem Verworfensein immer wieder Hilfen anbieten, die aus unserem Elend ein gemütliches Elend zu gestalten versprechen, werden wir nicht unseren Sinn, unsere Einstellung zu uns und anderen und der Welt ändern.

 

Der Weg aus der Angst geht über die Ehrlichkeit. Wenn ich aufhöre, mich selbst und andere zu belügen, werde ich frei sein. Es ist immer eine Krise, die uns zwingt, Liebgewonnenes total aufzugeben, um etwas Neues zu erfahren. Dieser Prozeß des Umdenkes, der Umkehr und der Wandlung ist ein Heilungsprozeß, ein Ganzwerdeprozeß.

Umkehr wird erst einsetzen können, wenn wir alles aufgeben, bedingungslos kapitulieren. Dies bedeutet sterben, hinscheiden, hin zu einer neuen Existenz.

Ein solches Geschehen spiegelt sich zum Beispiel in der Geschichte des Propheten Elija in der Wüste wider. Er setzt sich unter einen Ginsterstrauch und bittet, daß seine Seele sterbe: „Es ist genug, so nimm nun, Herr, meine Seele, ich bin nicht besser denn meine Väter.“

In diesem aussichtslosen Zustand kommt ein Engel, rührt ihn an und befiehlt ihm, aufzustehen und Speise zu sich zu nehmen. Und zu seinem Erstaunen findet Elija geröstetes Brot und eine Kanne Wasser neben seinem Kopf. Nachdem er gegessen und getrunken hat, legt er sich wieder nieder. Der Engel läßt nicht locker, rührt ihn wiederum an und spricht: „Steh auf und iß! Denn du hast einen großen Weg vor dir!“

 

Diese Episode aus dem Leben Elijas isst ein mächtiges Wahr-Bild des lebendigen Geschehens, das sich an all den Orten ereignet, wo Therapie in dem Sinne von „therapeuo“ gespendet wird: heilen, ganz machen, dienen und nahe sein. Der Weg aus der Angst geht durch die Wüste. Die Engel, die uns zum Leben erwecken und Nahrung bringen, sind Menschen um uns, die den Weg vor uns gegangen sind und wissen, was wir wirklich brauchen.

 

(Walther H. Lechler)

 

Meine Gedanken zu dem Kapitel:

Während ich mich aufgrund der aktuellen Corona-Situation mit dem Thema Angst beschäftigt habe, bin ich auf dieses Kapitel gestoßen, welches ich gerne mit euch teilen wollte. Zum Einen wird gleich am Anfang erwähnt, dass es 2 verschiedene Kräfte sind: die Angst und die Liebe. Das habe ich auch schonmal in einem Podcast erwähnt, dass es gerade jetzt wichtig ist in der Liebe zu sein, denn dann hat Angst keinen Platz mehr.

Ich finde es wahnsinnig interessant, dass wir Ängste in unserer Gesellschaft als normal ansehen, die gar nicht real sind. Zum Beispiel die Angst vor Fremden. Und es stimmt, dass sie uns in unseren Lebenserfahrungen beschneiden, wenn wir diesen Ängsten nachgeben. Denn wer Angst vor Fremden hat, um bei dem Beispiel zu bleiben, verpasst ganz viele schöne Momente mit Menschen aus anderen Kulturen und wunderbare Eigenschaften, die man selbst in sein Leben übernehmen könnte. Vor meiner Schwangerschaft habe ich es geliebt durch die Gegend zu Reisen und die Zeit mit Einheimischen zu verbringen. Man kann dabei so viel lernen und erlebt wunderbare Dinge, von denen man in unserer Kultur keine Ahnung haben. Wenn man aber aus Angst nur Urlaub in All-Inclusive-Hotels macht, da man Angst vor den Einheimischen hat, verpasst unglaublich viel. Auch in der jetzigen Zeit verpassen wir schöne Momente, wenn wir Kontakte zu allen meiden. Natürlich muss man sich an die Quarantäne halten, zumindest wenn man nicht das Geld für die Strafen hat, aber man kann zum Beispiel Kontakte online pflegen oder mit Abstand. Einige haben aber auch hiervor Angst. Angst vor der Technik. Angst sich selbst am Bildschirm zu sehen etc. Damit schneidet man sich aber komplett von der Welt ab.

Was ich aber immer wieder sehe, wenn ich mal wieder in Deutschland bin ist, dass die meisten gar kein Abenteuer wollen. Sie geben ihr Geld tatsächlich hauptsächlich für Materielles aus und für diese Reichtümer arbeiten sie sich regelrecht auf. Die Arbeit ist das Wichtigste und steht an 1. Stelle, da gibt es gar keinen Zweifel. Die spanische Kultur ist da ganz anders. Es wird zwar gearbeitet, aber auch während der Arbeit lebt man und hat Spaß mit den Kollegen und Kolleginnen. Die Arbeit ist da, um zu leben. Man lebt nicht, um zu arbeiten. Manchmal hab ich das Gefühl in Deutschland, dass die Menschen regelrecht Angst vor dem Leben haben. Kinder sind ein Störfaktor. Könnte sein, weil sie einen an das Leben erinnern? Kinder sorgen sich nicht, sie leben einfach. Und die Angst vor Nähe: wer kennt in der Großstadt schon seine Nachbarn? Komm mir bloß nicht zu nahe ist die Devise in der U-Bahn und auch sonst auf der Straße. Und auch sonstige soziale Kontakte sind oft nur oberflächlich. Man unterhält sich über das Wetter, die Arbeit und was man heute gegessen hat. Und natürlich die Angst die Kontrolle aufzugeben. Gerade im Moment bekomme ich es stark über social Media mit, dass Eltern einen strikten Plan für ihre Kinder machen, wann genau was gemacht wird. Alles muss vorgegeben und kontrolliert sein, anstatt die Situation zu nutzen. Sie zu nehmen wie sie ist. Hineinzufühlen, was der Moment gerade verlangt. Was will das Kind gerade lernen. Hat es gerade einen Bewegungsdrang oder will etwas Neues lernen? Ich denke viele haben so große Probleme mit ihren Kindern, weil sie eben genau das verlernt haben oder selbst nie erlebt haben. Das Kind muss um eine bestimmte Zeit Lust haben eine bestimmte Sache zu lernen. So sind aber Kinder nicht strukturiert. Natürlich ist ein gewisser Rahmen sinnvoll, wie morgens gemeinsam Frühstücken, Zähne putzen etc. Aber dann ist es meiner Meinung nach sinnvoll sein Kind genau anzuschauen, für was es gerade offen ist. Und Kinder wollen immer lernen, die Frage ist nur für was sie gerade Interesse haben.

Warum fällt es so vielen schwer sich mit ihren eigenen Kindern zu beschäftigen? Hat man sich nicht einmal dazu entschlossen jetzt ein Kind zu bekommen? Wusste man vorher nicht, dass Kinder Spielen und deine Aufmerksamkeit wollen? Kann es sein, dass keine echte Beziehung zu den eigenen Kindern vorhanden ist? Und wie sieht es mit dem Partner/ der Partnerin aus? Führt man tiefgreifende Gespräche? Oder lebt man nur nebeneinander her? Und schaut lieber ins Handy, als in die Augen seines Lebensabschnittsgefährten?

Die innere Leere, die in dem Kapitel beschrieben wird, kann man bei so vielen Menschen sehen. Und sie wird nicht nur mit Zigaretten versucht zu füllen, sondern mit so viel anderen Dingen. Mit Essen. Mit materiellen Gütern. Aber es ist schön zu sehen, dass sich immer mehr Menschen mit Persönlichkeitsentwicklung beschäftigen. Sie gehen ihren Themen auf den Grund. Schauen in ihr Inneres. Lösen alte Glaubenssätze auf. Sie entwickeln sich weiter. Oft ist es schwer die Themen erstmal zu finden, die man dann bearbeiten kann. Da haben alle die mit Jugendlichen zu tun haben Glück. Denn Jugendliche haben oft das Talent, dass sie die eigenen unaufgelösten Themen antriggern. Man muss dann eigentlich nur aufmerksam beobachten und reflektieren und man hat sein Thema, an dem man jetzt arbeiten muss. Natürlich ist es oft nicht so einfach und es benötigt einen Coach, der die ganze Situation von außen betrachten kann. Egal auf welchem Stand man gerade ist, mit dem richtigen Coach geht es auf jeden Fall nach vorne. Ein Coach ist auch gefragt, wenn es um die Sinnlosigkeit im Leben geht. Vielen fehlt der Sinn in ihrem Leben und sie sind deshalb unzufrieden. Ich bin schon immer dem nachgegangen was für mich Sinn gemacht hat und wollte nie einen 0815-Job nur um Geld zu verdienen. Wenn du gerade an dem Punkt bist, an dem du den Sinn für dich verloren hast, wende dich gerne an uns.

In dem Artikel wird auch die Pharmaindustrie angesprochen, die ja im Moment groß im Rennen ist. Sie steckt hinter vielen Themen, die erstmal nichts mit Medikamenten zu tun hat. Wusstest du zum Beispiel, dass auch die Unis an denen Medizin studiert wird von der Pharmaindustrie gesponsert werden? Und dass die Pharmaindustrie keine Heilung, sondern Geld im Sinn hat, muss man glaub ich nicht extra erwähnen. Auch in der geschlossenen Jugendhilfeeinrichtung musste ich immer wieder mit ansehen, wie Jugendliche von den Psychiatern unheimlich schnell starke Psychopharmaka verschrieben bekommen haben, damit sie ruhig sind und keine Probleme machen. In welcher Gesellschaft sind wir denn angelangt?

Am Ende wird zum Glück gesagt, dass jede Krise etwas Neues bringt. So bringt uns auch diese Corona-Krise mit Sicherheit Neues. Es liegt aber auch an uns was wir daraus machen. Isolieren wir uns oder verbinden wir uns noch stärker? Verfallen wir in Angst oder gehen wir in die Liebe und fangen an einander zu helfen? Bleibst du im Mangel und fängst du durch die Krise an, die wichtigen Dinge im Leben zu genießen? Achten wir mehr auf die Umwelt oder machen wir so weiter wie bisher und vertreiben die Delfine, Rehe und Fische wieder?

Lasst uns die Krise nutzen, um nach innen zu gehen und zu überlegen, wie wir nach der Krise weitermachen wollen. Mit der Umwelt, der Gesellschaft und unserem eigenen Leben!