Thursday, 19 March 2020 / Nicole / Können wir die Angst für uns nutzen?

Aufgrund der aktuellen Corona-Situation,habe ich mich entschieden, für diese Woche, das Thema „Angst“ zu wählen. Viele sitzen zu Hause und haben Angst vor dem Virus.

 

Dabei vergessen wir immer wieder, dass Angst nicht nur etwas schlechtes, negatives ist. So wird es meist dargestellt. Keiner will Angst haben, man beschäftigt sich selten mit der positiven und nützlichen Seite der Angst.

Eine reale und realistische Angst, hilft uns, Bedrohungen wahrzunehmen, zu erkennen, und blitzschnell auf sie reagieren zu können. Im Zustand der Angst, erhöht sich die Aufmerksamkeit, das Blut fließt schneller, die Pupillen weiten sich und körperliche Fähigkeiten werden erhöht.

Also ist Angst auch ein Zustand, der hilft, uns zu beschützen. Wir können schneller auf Gefahren reagieren, also angreifen, flüchten oder als letzte Möglichkeit uns tot stellen. Immer vorausgesetzt, es handelt sich um eine tatsächliche Gefahr, auf die wir reagieren müssen. Also z.B. ein Auto, das auf uns zu rast. Früher wären es wilde Tiere gewesen, die uns bedrohten.

Aber wir stellen fest, dass die Menschen und auch sehr viele Jugendliche aktuell immer mehr unter nicht realistischen Ängsten, sogenannten nervösen Ängsten leiden. Angst vor Enttäuschung oder Angst vor Menschen zu sprechen, usw. Solche Menschen gehen oft lieber gar keine Beziehungen ein, aus Angst enttäuscht zu werden. Die Angst vor vielen Menschen zu sprechen sei eine der am weitesten verbreiteten Ängste überhaupt. Viele fürchten sich davor mehr, als vor Terrorismus oder Ähnlichem. Wenn sie vor Menschen sprechen sollen, bekommen sie schwitzende Hände, ein rotes Gesicht und regelrechte Panik. Dabei kann ihnen, nüchtern betrachtet, gar nicht viel passieren. Auch die Angst vor den eigenen Gefühlen und Fantasien quält vor allem viele Jugendlichen. Das musste ich immer wieder feststellen, wenn sie z.B. nach dem Mittagessen Siesta halten sollten. Das war vor allem Anfangs für sie nur schwer auszuhalten. Nur keine Ruhe und Stille. Sich nicht mit dem eigenen Innenleben beschäftigen müssen. Da hat der moderne Mensch schon seine Fluchtmöglichkeiten kultiviert. Ständige Beschallung, Musik, Fernseher, wenn möglich Handy und Computer, alles, nur nicht auf sich selbst zurück geworfen sein.

 

Der Unterschied von diesen nervösen Ängsten, zur begründeten Angst vor einer realen Gefahr, besteht darin, dass letztere dir wirklich helfen kann und dich aktiv macht, während die andere dich lähmt und einschränkt. Die Angst vor Menschen zu sprechen kann bedeuten, dass du deine Botschaft nicht verkünden kannst. Also vielleicht sehr gute Gedanken nicht mitteilen und dich nicht ausdrücken kannst. Wenn du aus Angst vor Enttäuschungen, lieber erst gar keine Beziehungen eingehen kannst, das schränkt deine Möglichkeiten, ein glückliches und erfülltes Leben zu führen, erheblich ein.

In dem Buch „Wege aus der Angst“ wurde auch viel von der „frei flotierenden Angst“ gesprochen. Diese Angst ist von den Betroffenen oft schwer zufassen und kaum wahrzunehmen.Von den Mächtigen und der Politik wird sie gerne mobilisiert, kann man doch eine Bevölkerung, welche in Angst lebt, viel leichter beherrschen und regieren. Es ist gut, den Massen ein Ziel zu geben, etwas, worauf sie ihre Aufmerksamkeit, das Gefühl der Zugehörigkeit und der kollektiven Sicherheit richten können. Die „frei flotierende Angst“ ist genau der Nährboden, worauf ein allgemeines Feindbild erstellt werden kann. So etwas gelingt so einfach, weil es den Menschen entgegen kommt. Man muss sich nicht mit sich selbst beschäftigen und auseinandersetzen. Man/Frau kann die Angst nach außen richten.

Und diese Tendenz in uns, ist ganz fatal. Denn das Einzige, das wir wirklich verändern und beherrschen könnten, wäre unser Selbst, dem wir aber ständig entfliehen möchten. Es ist scheinbar soviel einfacher und erfordert weniger Mut, die Probleme in der Außenwelt zu suchen.

Dazu möchte ich erwähnen, dass nicht zuletzt wegen dieser Zusammenhänge unsere Coaching-Angebote, so sinnvoll und erfolgreich sind. Weil wir dort die Probleme und Ängste angehen, deren Existenz uns in der täglichen Hektik, leicht entgehen können. Dabei können wir sogar unserer Gesundheit nützlich sein, wie wir im Folgenden noch sehen.

 

Ein Punkt könnte auch sein, dass wir, was unsere Ängste betrifft, nie richtig erwachsen werden. Als Kind haben wir sicher einige berechtigte Ängste. Vor der Dunkelheit, vor Fremden oder dem Unbekannten und so weiter. Das sind Ängste, die ein Kind mit Recht haben kann, denn es ist nicht in der Lage, sich im Dunklen zu orientieren und fremden Situationen hilflos ausgesetzt.

Jugendliche hingegen müssten lernen, dass sie nun keine Kinder mehr sind und mehr und mehr ins Erwachsenenleben eintreten. Sie könnten sich auch bei Dunkelheit zurechtfinden und können verstehen, dass die Tatsache, dass es dunkel ist, noch keine Bedrohung darstellt. Oder das Fremde muss man nur kennenlernen, dann ist es nicht mehr fremd. Wo solche Ängste nicht überwunden werden, können Fremdenhass, Nationalismus und Rassenideologien wunderbar gedeihen.

Ich weiß auch nicht ob es bekannt ist, dass das Gegenteil von Angst Liebe ist. Nach dem Gesetz der Polarität, steht also der Angst die Liebe gegenüber. Was geliebt wird, wird nicht gefürchtet und umgekehrt. Die moderne Quantenphysik lehrt, dass alles Schwingung, alles Energie ist. So schwingt beispielsweise ein Mensch der im Zustand der Angst ist, sehr niedrig, wo hingegen die Liebe eine hochfrequente Energie darstellt. Nach meiner Erfahrung, kann das auch von uns wahrgenommen werden, wenn wir uns dafür sensibilisieren. Ein Mensch betritt den Raum und es ist zu spüren, ob von ihm eine hohe Schwingung ausgeht oder eine niedrige, die den Anderen gleich Energie entziehen möchte. Sogar das eigene Immunsystem ist stärker, wenn sich der Mensch in einer höheren Schwingung befindet und dort wird auch eher Mut entstehen.

 

Also können wir abschließend feststellen, dass Angst gut ist, sofern sie uns unterstützt und aktiv macht. Wo sie aber lähmt und mutlos macht, muss unbedingt genauer hingesehen werden.Wer Angst hat, ist anfälliger, nicht zuletzt genau für das, wovor er/sie Angst hat.

Die zur Zeit kursierende Angst vor Viren, Bakterien usw. sollte nicht so viel Angst erzeugen, denn das schwächt wiederum unser Immunsystem. Außerdem ist auch eine Krankheit nicht nur negativ zu sehen. Sie kann als Indikator verstanden werden, der anzeigt, dass etwas nicht stimmt, nicht im Gleichgewicht. Die Krankheit kann ein nützliches Warnsignal sein, wie die Öllampe, die bei einem Auto aufleuchtet. Die Organe stehen in engem Zusammenhang mit unseren Gefühlen und unserer Energie.

Was nun die moderne Medizin gerne macht, mit ihren Antibiotika und Pillen. Sie bauen, um bei dem Vergleich der Öllampe zu bleiben, die Lampe aus, statt Öl nachzufüllen. So entsteht dann auch das Burnout-Syndrome. Die Anzeichen der Erschöpfung werden solange übersehen, vielleicht mit Hilfe von Medikamenten überdeckt, bis nichts mehr geht. Irgend wann steckt der Motor fest und der Körper sagt, Schluss!

Auf jeden Fall ist es gerade jetzt wichtig, mit dieser Angst und Panikmache, welche teilweise

von den Medien noch geschürt wird, richtig umzugehen. Wir sollten auch in der Arbeit mit den Jugendlichen, die positive Umgehensweise mit der Angst weitergeben.

Das heißt, nicht in lähmende Angst oder Panik zu verfallen, sondern im Fluss bleiben und den Druck abbauen, in dem wir aktiv werden. Wir können unser eigenes Verhalten kontrollieren, regelmäßig die Hände Waschen, auf die Ernährung achten, unser Immunsystem stärken, aktiv bleiben und etwas für den Körper, die Gesundheit und das eigene Wohlbefinden, wie auch das der Mitmenschen, tun.